Schützenmarsch

Wie es zum Listerscheider Schützenmarsch kam!

Inspiriert von den Schützengesellschaft Attendorn und dem Schützenverein Schreibershof  die schon länger einen eigenen Schützenmarsch auf ihren Festen spielen und singen, beschäftigte sich erstmals im Jahr 2002 der Vorstand des Listerscheider Schützenverein mit dem Gedanken einen eigenen Marsch komponieren zu lassen.

Über persönliche Kontakte wurde schnell ein Komponist gefunden, der es als reizvoll ansah für uns ans Werk zu gehen. Im Frühjahr des darauffolgenden Jahres wurden erste Ergebnisse in den Proben der Musikfreunde Schreibershof vorgestellt. Nach Fertigstellung wurden die Noten dem Musikverein Heid übergeben, der dann fristgemäß bis Schützenfest 2003 den Marsch einübte.

Schützenfest-Samstag 2003 wurde dann erstmals unter großem Beifall der anwesenden Schützenfestbesucher der neu komponierte Marsch in Anwesenheit des Komponisten Rainer Wolniczak präsentiert. Gleich mehrmals musste er gespielt werden. Vor allem der Teil „Trio“ entwickelte sich im Laufe des Festes zu einem „Ohrwurm“. Was jedoch noch fehlte, war ein Text zum Mitsingen. Schützenfest-Montag wurde dann nach dem Frühschoppen erstmals im Vereinshaus eine CD durch eine Tonfirma aufgenommen.

Im Vorstand einigte man sich im Herbst des Jahres darauf, die Suche nach einem Text öffentlich, unter Zusicherung eines Preises, auszuschreiben. Dieses erfolgte dann auch Anfang Februar 2004. Insgesamt 8 Vorschläge gingen beim 1. Vorsitzenden bis zum 04.04.04 ein.

Ein vorher festgelegtes Auswahlverfahren sah jetzt vor, die Vorschläge neutral zu kopieren und mit einer Nummer zu versehen. Im Vorstand wurde anschließend eine Vorauswahl getroffen. Die sich dann noch weiter im Verfahren befindenden Texte wurden, ebenfalls anonym, an ein Auswahlgremium, bestehend aus dem geschäftsführenden Vorstand des Schützenvereins, dem Vorsitzenden des Gesangvereins und einem Mitglied des Vorstandes vom Spielmannzug weitergegeben. Hier wurde unter Hinzuziehung des Komponisten, über den Siegertext entschieden.

Sieger des Wettbewerbs wurde ein Gemeinschaftswerk von Ute Springob, Klaus Hammer und Paul Hammer. Ein Dankesbrief an alle Teilnehmer rundete das Ausschreibungsverfahren ab.

Nachdem der Siegertext feststand, wurde dieser mehrere hundert mal in Kartenform gedruckt und verteilt.

Erstmals gesungen wurde der Schützenmarsch in Begleitung des Musikvereins Heid zum Ende des Schützenhochamts 2004. Die Laudatio über den Text hielt zuvor der 1.Vorsitzende wie folgt (Auszugsweise). Das Schützenmarschlied  ist im Teil „Trio“ in 3 Abschnitte und einen Refrain aufgeteilt.

Im 1. Abschnitt, der Einleitung, spiegelt sich der Sommer, die strahlende August-Sonne wieder, der Text gibt den Hinweis auf unsere mit Fahnen geschmückten Dörfer und beschreibt unsere Vereinsfarben.

Im  2. Abschnitt wird mit kräftiger Musik auf unser Schützenfest sowie auf das Miteinander von Schützen und Spielmannsleuten im Ihnetal verwiesen. Die schon seit ihrer Gründung des Spielmannzuges uns Schützen auf ihren Festzügen begleitet haben.

Im Refrain findet sich der Heimatgedanken wieder. Schützenbrauchtum und Heimat gehören unmittelbar zusammen. Er drückt das Bekenntnis aus, dass man ohne das Ihnetal nicht sein will, dass man es nicht vergisst, auch wenn man in die Ferne schweift oder anderswo lebt.

Der 3. Abschnitt gibt den Hauptteil unseres Schützenfestes wieder, dass alljährliche Vogelschießen. Er drückt die Freude aus, wenn ein neuer König ausgeschossen wurde. Und gibt die Stimmung und die Kernelemente -Singen, Tanzen, Fröhlichkeit-  unseres Schützenfestes wieder. Auch dieser Abschnitt wird wieder mit kräftiger Musik untermalt.

Die „Siegerehrung“ fand nachmittags nach dem Festzug durch die Übergabe des zugesicherten Preises in Form eines Fasses 50 l Krombacher Pils statt.

Der jetzt komplette Listerscheider Schützenmarsch wurde während des Schützenfestes viele male gespielt und gesungen, er trug damit erheblich zur Geselligkeit bei.