Listerscheid

Am 27. April 1488 verkaufte Peter Pelz mit seiner Frau dem Hannes Husher seine Wiese zu Alberkusen unter dem Listerschet.

Im Jahre 1513 schenkte Alvardt von Hoensseler, Priorin des Klosters Schillingskappel, dem Kloster Ewig die Wiesenplätze unter dem Listerschet. In beiden Fällen scheint die Flur Listerscheid noch unbesiedelt gewesen zu sein. Auch die Türkensteuerlisten von 1536 und 1563 geben keinen Anhalt für ein vorhandenes Wohnhaus. Wahrscheinlich ist dort erst gegen Ende des 16. Jahrhunderts ein Gebäude errichtet worden. Im Schatzregister von 1648 ist Johan Sommer vor dem Listerscheid, dessen Frau, sein armer Vater, 1 Tochter über 12 Jahren, 1 Schwägerin und 1 Schwager aufgeführt. Sommer ernährte sich mit „Lumpenschüren“. Er war also wohl auf der nahen Papiermühle beschäftigt. Das Gütchen gehörte damals dem Kloster Ewig. 1664 ist Kaspar Sommer mit 2 Feuerstätten bezeugt, 1685 derselbe mit dem beachtlichen Steuersatz von 2 Rtlr. 1728 sitzt Johannes Sommer auf dem Hofe. In den 1790er Jahren hatte das Gut, das zum Wamger Zehnten gehörte, 30 Stüber zu zahlen. Gutsinhaber war Kaspar Lütticke. Das Listerscheider Gut ist im vergangenen Jahrhundert vergrößert worden. Die Gastwirtschaft war 1885 in Händen von K. Langenohl; mit dem Gute ging sie um 1900 durch Einheirat auf Josef Metten aus Helden über.

Listerscheid hat sich allmählich zum Mittelpunkt des unteren Ihnetals entfaltet.