Von der Steinindustrie

Im letzten Viertel des 19 und über das 1. Viertel des 20 Jahrhunderts hinaus spielte im unteren Ihnetal die Steinindustrie eine große Rolle. Vor allem hat der West- und Ostrand des Brandnockens schwer herhalten müssen. Dieser Steinbruch gehörte zum Gute Klöwer in Merklingshausen und befand sich um 1900 in den Händen der Fa. W. Jungjohan in Siegen. 1905 wurde Eigentümer die Fa. Bergisch-Märkische Steinindustrie und zuletzt die Basalt A. G., Linz. Kurz vor dem 1. Weltkrieg wurde dieser Steinbruch durch eine Kleinbahn über die Hauptstraße mit dem Bahnhof Kraghammer verbunden. Beim Bau des Bahnhofes Krummenerl ist diese Kleinbahn dorthin verbracht.

Auch am Nordrand des Langenohler Berges und gegenüber am linken Ihneufer brach man bis etwa 1930 Grauwackegestein. Die Gewerkschaft „Wilhelmine“ (am Langenohler Berg) geriet in Konkurs. Die Fa. suchte am Steinknappe, dem linken Steilhange zwischen Papiermühle und Merklinghausen, Rettung aus der schwierigen Wirtschaftlage. Sie ist aber über die Erschließungsabeiten nicht hinausgekommen.

Aus dem Brandnocken wurden hauptsächlich Pflaster- und Mauersteine geliefert, während man aus der „Wilhelmine“ mehr Schotter und Mauersteine förderte. In der Blütezeit der Steinindustrie (1910-25) waren etwa 60-70 Personen beschäftigt. Nach dem Kriege ist die Steingewinnung nicht wieder aufgenommen worden.