60 - jähriges Jubiläum

Attendorner Volksblatt

Listerscheid, 4. Juni. 60 Jahre Listerscheider Schützenverein. Begünstigt vom schönsten Wetter konnte der Listerscheider Schützenverein sein 60 jähriges Bestehen begehen. Nachdem Sonntag nachmittag am Bahnhof Kragkammer die erschienenen Nachbarvereine durch den Jubelverein in Empfang genommen waren, bewegte sich der stattliche Festzug mit seinen prächtigen Fahnen zur Schützenhalle. Hier begrüßte zunächst der Hauptmann des festgebenden Vereins, Lehrer Ransone, die erschienenen Gäste und gedachte sodann in kurzen Worten der gefallenen und verstorbenen Schützenbrüder. Der Vorstand des Schützenbundes des Kreises Olpe war durch die Herren Schmitz - Rhode und Walter Müller – Listernohl vertreten. Ersterer überbrachte die Grüße und Glückwünsche des Schützenbundes und ließ diese ausklingen in einem Hoch auf den Jubelverein. Lehrer Ransone`s Hoch galt dem deutschen Vaterland sowie dem jetzigen Königspaar. Bei den gewohnt schneidigen Konzertvorträgen der Turwitt´schen Musikkapelle entwickelte sich bald in und vor der geräumigen Schützenhalle ein munteres Leben und Treiben. Bei dem Königsschießen heute Morgen ging Herr Fritz Niense - Weschede als Sieger hervor, der sich Fräulein Böhne – Weschede zur Königin erkor. Anschließend fand in der Schützenhalle die Proklamation des neuen Königs mit Ehrung der Veteranen und des Jubelkönigs statt. Der Nachmittag vereinte nochmals die Schützen mit ihren Angehörigen in harmonischer Freude.

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100 - jähriges Jubiläeum

Jubiläumsschützenfestes 1968

Es war das erste Jubelfest, das in friedlicher und wirtschaftlich gesicherter Zeit gefeiert werden konnte.

Die nachfolgenden Zeilen wurden kurz danach, im Oktober 1968 verfaßt:

Unvollständig wäre es, heute, wenige Wochen nach unserem Jubiläumsschützenfest nicht noch einmal Rückblick zu halten auf das Ereignis, welches Monate vorher schon das Ihnetal beschäftigte. Dieses nicht alltägliche Jubiläum bedurfte so vieler Vorbereitungen, dass auch über seinen direkten Ablauf berichtet werden muß, da die Eindrücke hierüber noch so frisch sind und eine spätere Verfälschung der Ereignisse nicht zu verantworten wäre.

Zuerst ist über die Neugestaltung des Vereinshauses zu berichten. Die erforderlichen Arbeiten konnten bis zum Fest abgeschlossen werden, so dass sich unsere Halle in einem völlig neuen Gewand präsentierte. Alle Gäste staunten über die Gemütlichkeit und Zweckmäßigkeit, die dieses Haus nun ausstrahlt. Zugleich wurde anerkannt, wieviel Arbeit und Mühe auf die Renovierung verwandt worden war. Über die Kosten wird in dem Geschäftsbericht des Vereins mehr berichtet, als es Aufgabe dieser Rückschau sein könnte. Zu erwähnen ist noch, dass der Hallenvorplatz befestigt und mit einer Teerdecke verstehen wurde.

Über den Festablauf kann folgendes gesagt werden:

Unter Beteiligung von 17 ehemaligen Königen fand am Samstag das Kaiserschießen statt. Erst beim 448. Schuß konnte der äußerst widerstandsfähige Vogel zur Strecke gebracht werden. Damit errang der König des Jahres 1951/52 Josef Fernholz jr. aus Petersburg die Kaiserwürde. Im Anschluß an das Kaiserschießen fand die Gefallenenehrung am Ehrenmal in Listerscheid statt.

Die Schützenhalle war bis auf den letzten Platz gefüllt, als zum Beginn des Festkommers der Vorsitzende Josef Schmidt die Gäste aus Nah und Fern begrüßte. Ein besonderer Gruß galt der Geistlichkeit beider Konfessionen, dem Herrn Landrat Kumpf, dem Herrn Amstbürgermeister Sprenger, Herrn Amtsdirektor Fleißig, dem Kreisschützenoberst Herrn Kemmerich, Attendorn, und seinem Vertreter Herrn Mertens, Meggen. Weiter wurden alle ehemaligen Könige des Vereins begrüßt. Ein besonderer Gruß und Glückwunsch galt dem soeben erst gekürten Kaiserpaar Josef Fernholz jr. aus Petersburg und Ehefrau Elsbeth. Der Vorsitzende ging dann auf die Vereinsgeschichte ein. Er dankte allen Schützenbrüdern für ihre Hilfsbereitschaft bei der Vorbereitung dieses Jubelfestes, insbesondere für die großen Leistungen, die bei der Neugestaltung des Vereinshauses erbracht wurden. Dass im Ihnetal die echte Schützenidee lebt, wurde an verschiedenen Beispielen aufgezählt. Die Ausübung und Weitergabe der ererbten Verpflichtungen sah er als vordringlich für eine sichere Zukunft an.

Landrat Kumpf stellte den Menschen in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Auch in der heutigen industriellen Gesellschaft sei er durch nichts zu ersetzen. Vielmehr habe der Mensch mehr denn je Anspruch auf Fortführung der vielen Traditionen, die ihn an die Heimat binden. Und dass Heimat viel mehr als nur Hobbywert besitze, wurde besonders betont und erläutert. Wenn wir die Heimat aufgeben, dann geben wir die Individualität auf, die heute ein wichtiges Bindeglied in einer Massengesellschaft darstellt. Unsere Dörfer, zur Zeit in einem tiefgreifenden Wandel begriffen, seien ein unabdingbarer und ergänzender Teil des Lebensraumes der modernen Gemeinschaft. Dieses deutlich zu machen, sei eine wichtige Aufgabe der Vereine, insbesondere der Schützenvereine. Die Weiterführung eines solch regen und verantwortungsbewußten Vereinslebens hoffe und wünsche er für eine – so Gott will – gute Zukunft.

Kreisschützenoberst Kemmerich hob die Bedeutung des Schützenwesens in der heutigen Zeit hervor. Hier bestehe eine enge Gemeinschaft ohne Rücksicht auf Klassenunterschiede. Denn gerade das Schützenwesen verlangte heute den ganzen Menschen. Nachdem Kemmerich zuvor auf die Bedeutung der Fahnen, Banner usw. einging, wurde die neue Fahne geweiht. Sie sollte der Sammel- und Mittelpunkt des Vereins für die kommende, hoffentlich gute und friedliche Zeit sein. Die Fahne enthält den Leitsatz: „Aus alter Wurzel neue Kraft“. Möge unter diesem Wahlspruch heimatliches Brauchtum über alle Generationen erhalten bleiben. Für treue und verantwortungsbewußte Tätigkeit erhielten die langjährigen Vorstandsmitglieder Josef Schmidt, Richard Kaiser, Emil Nies und Walter Teipel den „Orden für besondere Verdienste um das Schützenwesen“. Der gleiche Orden wurde Alfred Hesse für seine unermüdliche und aufopferungsvolle Arbeit bei der Umgestaltung des Vereinshauses verliehen.

Amtsbürgermeister Sprenger überbrachte die Glückwünsche des Amtes Attendorn, sowie der ihm angeschlossenen Gemeinden. Er erwähnte die nun schon Jahrzehnte währende gute Zusammenarbeit mit den Bewohnern des Ihnetals und der Verwaltung. Auch mit den Vereinen stehe man immer in sehr gutem Einvernehmen. Hierfür dankte er besonders der idealistischen, selbstlosen Schützenfamilie im Ihnetal, die ein erstaunlich gutes Kulturleben seit Generationen führt und fördert.

Im Auftrage aller örtlichen Vereine beglückwünschte der Vorsitzende des Sportvereins Gerd König das Geburtstagskind und überreichte ein Geschenk, für das sich Vorsitzender Schmidt bei allen Vereinen besonders bedankte.

Der derzeitige Seelsorger der Pfarrgemeinde Listerscheid, Herr Pastor i.R. Ketteler, schloß sich den Grüßen und Wünschen seiner Vorredner an und überbrachte ein Geldgeschenk.

Der einzelnen Festreden wurden jeweils untermalt von den Darbietungen des Männergesangvereins Listerscheid und des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Ennest.

Sonntag
 
Am Sonntagmorgen wurde das Schützenhochamt gefeiert. Nachmittags war zunächst Abholen der Fahne, des Königs- und Kaiserpaares. Anschließend Empfang der Gastvereine Attendorn, Heggen, Ennest, Biekhofen, Windhausen, Neulisternohl, Rinkscheid und Valbert mit 5 Musikkapellen in Petersburg zum großen Festzug durch das fahnengeschmückte Ihnetal. Das farbenfrohe Bild wurde leider Regen etwas gestört. Trotzdem säumten sehr viele Menschen den Weg des knapp 800 Person umfassenden Festzuges.
 
Im Vereinshaus dankte der Vorsitzende Josef Schmidt den Gastvereinen für ihre zahlreiche Teilnahme und überreichte als Erinnerung einen Fahnennagel. Verschiedene Vorsitzende der Gastvereine überbrachten danach noch Glückwünsche zum Jubiläum. Es folgte ein großer Schützenball.
 
Während die Feierlichkeiten am Samstag und Sonntag vorwiegend der Repräsentation galten, stand der Schützenmontag wieder ganz im Zeichen der Ihnetaler selber. Das Ringen um die Königswürde entschied das Vorstandsmitglieder Paul Hugo Martini aus Albringhausen für sich. Beim anschließenden Frühschoppen ging es lebhaft zu. Nachmittags wurde das übliche Programm abgewickelt.
 
Zu erwähnen ist hier noch, dass der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Listerscheid auch in diesem Jahre wieder, wie schon seit 1952, an der musikalischen Gestaltung des Festes großen Anteil hatte.
 
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Jubiläumsschützenfest ein großes gesellschaftliches Ereignis darstellte, dass wohl bei allen Festteilnehmern in guter Erinnerung bleiben wird. Der Festkommers am Samstag und der große Festzug am Sonntag bildeten wohl unbestritten die Höhepunkte. Organisation und Ablauf der einzelnen Festereignisse waren sehr gut.

Im gesamten Geschehen zeigt sich, wieviel Anziehungskraft heute noch Traditionen besitzen, die in einer modernen Gesellschaft ihren Sinn und Ursprung behalten, aber auch modern aufgefaßt und ausgeübt werden. Tradition bedeutet nicht stures Festhalten an den alten Riten und Gebräuchen. Sie verlangt eine Anpassung an die jeweilige Zeit, in der sie Bedeutung und Ausdruckskraft besitzen muß.

Soweit die Ausführungen zu unserem Jubiläumsschützenfest vor 25 Jahren.

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125 - jähriges Jubiläum

125 Jahre Listerscheider Schützenverein e. V.

Erinnerungen an unser Jubiläumsschützenfest am 31. Juli, 01. und 02. August 1993

Ganz im Zeichen des Jubiläumsschütenfestes stand das Ihnental im Juli und August 1993. 125 Jahre Listerscheider Schützenverein e. V. sollten und mußten gebührend gefeiert werden.

Was dann auch geschah. An den Zufahrtstraßen ins Tal wiesen großflächige Tafeln auf das Ereignis hin. Die Presse hat verschiedentlich berichtet.

3 Tage Schützenfest:

Am Samstag ein feierlicher Rahmen mit Festkommers;
am Sonntag ein farbenfroher, größer Festzug mit Gastvereinen durch das Ihnetal;
der Montag traditionell ausgerichtet.

Zu den Vorbereitungen:

Bildung eines Festausschusses bereits in der Jahreshauptversammlung im Februar 1991; Terminplanung, grobe Programmgestaltung, Festfolge, Festbuch, Einladung von Gastvereinen und Ehrengästen, Hallen-, Bestuhlungs-, Musik-, Finanz- und Festzeltprobleme; vorbereitendes Treffen ehemaliger Könige; Treffen Arbeitskreis “Geschichtliches“ usw. usw.

In insgesamt 11 Sitzungen, teils der Festausschuß alleine, teils gemeinsam mit dem Vorstand wurden die obigen, aber auch viele andere Probleme und Einzelfragen besprochen.

Die gemeinsame Arbeit von Vorstand und Festausschuß gewährleistete den Ablauf, den wir heute im nachhinein als mindestens “gut““ bezeichnen können.

Nun zum Ablauf:

Der Samstag begann mit dem nunmehr zum 21. Male durchgeführten Jungschützenkönigschießen. Nach großer Beteiligung der Jugend wurde mit dem 3o. Schuß Mario Hufnagel aus Beukenbeul neuer Jungschützenkönig und somit Nachfolger von Falko Neu.

Alle Jungschützen trugen ein eigens für das Jubiläumsschützenfest von einer heimischen Brauerei gefertigtes T-Shirt mit der Aufschrift „ Listerscheider Schützenverein e.V. – 125 Jahre“

Das geschlossene Auftreten der Jungschützen in der einheitlichen „Kleidung“ war an allen Schützenfesttagen besonders dekorativ.

Nach dem Jungsschützenkönig wurde nun ein neuer Kaiser unter Beteiligung vieler ehemaliger Könige ermittelt.

Als der hölzerne Vogel bereits “Verschleiß“ zeigte und immer noch 11 unentwegte Aspiranten beteiligt waren, gab Hermann Springob, Listerscheid, den Glücksschuß ab. Die Kaiserwürde ging von Eberhard Springob auf seinen Bruder Hermann über.

Pünktlich um 19.3o Uhr begann bei vollbesetzter Schützhalle der Festkommers. Der Vorsitzende Paul-Hugo Martini, Albringhausen, begrüßte die Vertreter der Kirche, der Stadt Attendorn, frühere Majestäten und weitere Ehrengäste, sowie alle Ihnetäler.

Er brachte zum Ausdruck, daß 125 Jahre Schützenwesen im Ihnetal schon ein Grund ist stolz zu sein. Denn schließlich haben die Ihnetaler in guten und schlechten Zeiten zu ihrem Schützenverein gestanden. Erschwerend komme die Streulage der das Ihnetal bildenden Ortschaften hinzu.

Schirmherr Stadtdirektor Beckehoff erwähnte die besonders wichtigen Strukturen des menschlichen Zusammenlebens: Familie - Ortschaft - Tal - Kommune.

„Nur intakte Keimzellen der menschlichen Gesellschaft sichern uns Frieden und Verständnis der Menschen und Völker untereinander“.

Vorsitzender Martini nahm aus den Händen von Stadtdirektor und Schirmherr Beckehoff und unserem Bürgermeister Josef Rüenauver ein Geldgeschenk für die Hallenrenovierung entgegen.

Durch Kreisschützenoberst Hesener, Heggen, wurden die Glückwünsche der überörtlichen Schützenorganisationen überbracht. Er zeichnete die Bedeutung des Schützenwesens durch die Jahrhunderte bis in die Gegenwart in unserer sauerländischen Heimat nach.

„Die Bindung innerhalb von Vereinen, Gruppen, Gleichgesinnten u.ä. läßt uns erst Gemeinschaft erleben und erfahren“.

Im Namen aller örtlichen Vereine gratulierte Paul Schulte, Wamge, (Vorsitzender des Männergesangvereines) der „Mutter aller Vereine im Tal“, dem örtlichen Schützenverein und dankte für kooperative Zusammenarbeit. Das Geschenk aller Vereine, ein Rednerpult, soll auch von allen genutzt werden.

Zum Schluß des Festkommerses wurden durch den 2. Vorsitzenden des Schützenvereins, Werner Krüger, Beukenbeul, die Jubilare geehrt. Hier ist es wohl als einmalig zu bezeichnen, daß ein 7o-jähriges Königsjubiläum gefeiert werden konnte. Paul Schmitz aus Beukenbeul, heute Attendorn, war König der Jahre 1922 bis 1925. Bei relativ gutem Gesundheitszustand nahm der heute 92-jährige die Glückwünsche für dieses besondere Ereignis entgegen. Vor 4o Jahre war Eduard Henze König; vor 25 Jahren unser derzeitiger Vorsitzender P.H. Martini. Alfons Frieling, Beukenbeul, wurde für 60 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt. Zahlreichen Mitgliedern wurde für 4o bzw. 25-jährige Vereinstreue Dank ausgesprochen.

Die Rednerbeiträge wurden jeweils untermalt von den musikalischen Vorträgen des Musikvereins Rehringhausen unter ihrem Kapellmeister Reinhard Christes und dem Männergesangverein Listerscheid unter Chorleiter FDB Dieter Ohm.

Den Abschluß des Samstages bildete der „Große Zapfenstreich“ auf dem Sportplatz. Die Besonderheit der Musikstücke des Zapfenstreiches (dargeboten von den Rehringhauser Musikern und unserem Spielmannszug) und die durch Fackeln erzeugte Atmosphäre zwischen den Bergen des Wesetales bleiben wohl in aller Erinnerung.

Sonntag

Schützenhochamt und Blasmusik gehören zusammen. So begann in der St.-Josefs-Kirche in Listerscheid der Schützenfestsonntag. Danach wurde vor dem Pfarrhaus für unseren Pastor Wegener ein Ständchen gespielt. Anschließend ging man gemeinsam zur Kranzniederlegung ans Ehrenmal.

Über den Verlauf des Sonntagnachmittages mit dem großen Festzug durch das Tal kann der Schützenfestfilm besser berichten, als trockene Worte es vermögen.

Über 8oo Schützen und ca. 17o Musiker machten den Festzug zu einem wirklichen Erlebnis.

Viele tausend Menschen säumten den Weg des Zuges.

Es nahmen folgende Vereine teil (in Zugfolge):

Spielmannszug Listerscheid

Musikverein Rehringhausen

Schützengesellschaft Attendorn 1222 e.V.

Spielmannszug Dünschede

„St.- Sebastianus -S chützenverein“ Dünschede e.V.

Schützenverein “St. - Margareta e.V.“ Ennest

„St. - Sebastianus - Schützenbruderschaft e.V.“ Helden

Schützenverein „St. - Jacobus e.V.“ Lichtringhausen

„St. - Augustinus - Schützenverein 1893 e.V.“ Neu-Listernohl

„St. - Antonius - Schützenbruderschaft“ Windhausen e.V.

Schützenverein Rinkscheid

Schützenverein Valbert e.V.

Spielmannszug Biekhofen

„St. - Hubertus - Schützenverein Biekhofen e.V.“

Musikverein Plettenberg-Eiringhausen

Listerscheider Schützenverein e.V.

Bei herrlichem Schützenfestwetter bildeten Fahnen, Königinnen, Hofstaat und Uniformen ein farbenprächtiges Bild.

Man war sich einig: so etwas hat das Ihnetal noch nicht erlebt!

Unsere Schützenhalle und das errichtete Anbauzelt konnte die vielen Gäste nicht fassen. So blieb auch der Schützenplatz noch stundenlang belagert. Der Tag klang mit dem Schützenball spät, sehr spät aus.

Montag

Heute galt es, den 3. Schützenfesttag zu feiern und einen Nachfolger für unseren Schützenkönig Berthold Lätchen, Erlen, zu finden.

Unter 7 Bewerbern setzte sich mit dem 1o4. Schuß Gerhard Vogelsang durch. Nach der Königsproklamation setzte sich der Schützenzug Richtung Vereinshaus zum traditionellen (und berüchtigten) Frühschoppen in Bewegung. Und so mancher Teilnehmer fand kein Ende und war am Nachmittag zum Abholen des neuen Königs in Petersburg dabei.

Das Schützenfest klang mit Konzert, Königstanz und Schützenball harmonisch aus.

Nachbetrachtungen

Dem Musikverein Rehringhausen unter Kapellmeister Reinhard Christes ist ein dickes Lob zu zollen und Dank zu sagen. Das gleiche gilt für unseren Spielmannszug.

Unsere Wirtsleute Stefan Kebben und Petra hatten wochenlang geputzt und geschrubbt. So zeigte sich das Vereinshaus in neuem Glanz. Vielen Dank!

Bewährt hat sich auch die neue Bestuhlung. Das überhaupt keine Kritik an Stühlen und Tischen aufkam, ist bei der schwierigen Auswahl schon als Erfolg zu werten

Die große Beteiligung der Jugend an den Festzügen, am Jungschützenkönigschießen und an den vielen Vorbereitungen ist lobend zu erwähnen. so wird es uns um die Zukunft unseres Vereins nicht bange.

Das Festbuch konnte bereits 3 Wochen vor dem Schützenfest vorgestellt werden. Es sind ca. 600 Exemplare verkauft worden. Der Erlös aus dem Verkauf und die Einnahmen aus der Werbung lassen sogar noch einen Überschuß erwarten. Dank der besonderen Initiative von Rüdiger König konnte eine große Zahl von Werbeanzeigen der Industrie erreicht werden. Nachdem nunmehr die Geschichte des Vereines und des Tales aufgearbeitet wurden, kann zukünftig noch die Schul- und die Kirchengeschichte erstellt werden. In den letzten Monaten wurden laut Schulakten aus Listerscheid, die als verloren galten, wiederentdeckt. Interessant sind ebenfalls die Kirchenarchive in Listerdscheid und in Grotewiese.

Und wer die Männer des Vorstandes beim Gläserspülen, beim Tische und Stühle abwaschen oder beim Parkettbohnern sehen wollte, mußte sich in den letzen Wochen vor dem Fest ins Vereinshaus begeben.

Bleibt noch etwas zum Wetter zu sagen: Am Samstag „Bierwetter“ mit leichten Abkühlungen. Am Sonntag eben „Listerscheider Schützenfestwetter“ (sonst geht der Spielmannszug auch nicht an Oberhemden!) Der Montag mit gewohnt milden Temperaturen und Sonne.

Wer unser Jubiläumsschützenfest richtig mitgefeiert hat, wird manch schöne Stunde in guter Erinnerung behalten.

Listerscheid im Dezember 1993

Klaus Hammer

Berthold Lätchen

Hubert Schmidt

Bildnachweis

Willi Falke

Markus Hammer

Winfried Kliemann

PS Fast hätte unser Schützenfest ohne Kaiser stattfinden müssen. Der Kugelfang an der Vogelstange wird von einem Elektromotor hoch- und niedergefahren. Am Freitag klappte das bei der Probe noch sehr gut. Nach dem Jungschützenkönigschießen ließ man den Kugelfang herab, um den „Kaiservogel“ aufzusetzen. Nun aber streikte der Elektromotor. Auch auf die Androhung einen Elektriker kommen zu lassen, reagierte er nicht. Nur durch gutes Zureden von unserem Vorsitzenden, Ede Henze und Karl Böhme bequemte sich der Motor nach 20 Minuten wieder in die Höhe. Das Kaiserschießen war gerettet.

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