Ehrenmal

Die Errichtung einer Gedenkstätte für die Toten der Weltkriege war schon vor Jahrzehnten beabsichtigt. Wegen der Verhältnisse der damaligen Zeit konnten die Pläne jedoch nicht verwirklicht werden. Beauftragte aller örtlichen Vereine berieten in den Jahren 1963 - 1964 erneut über den Bau und die Gestaltung eines solchen Ehrenmals.

Als Standort wurde der Südosthang von Listerscheid ausersehen. Dieser Platz wurde vom Schützenvereinsmitglied Josef Metten, Listerscheid, kostenlos zur Verfügung gestellt.

Zur Finanzierung der Stätte fand eine Sammlung im Ihnetal statt. Von dem unerwartet hohen Ergebnis konnten fast die gesamten Kosten gedeckt werden. Hierneben wurden von vielen freiwilligen Helfern eine große Zahl von Arbeitsstunden geleistet.

Die feierliche Einweihung fand im November 1965 unter Mitwirkung der Geistlichkeiten beider Konfessionen und der örtlichen Vereine statt.

Im Laufe der Zeit war die Gedenkstätte durch Witterungseinflüsse und Baumbewuchs so stark in Mitleidenschaft gezogen, bzw. zerstört worden, dass es einer grundlegenden Sanierung bedurfte, um diese Gedenkstätte für kommende Generationen als Mahnmal zu erhalten.

Hierzu trafen sich Vertreter aus 4 Ortschaften des  Ihnetals. Sie schlossen sich zu einer Gemeinschaftsinitiative zum Erhalt der Gedenkstätte zusammen und beantragten entsprechende Zuschüsse aus der Haushaltsstelle „ Gemeinschaftsinitiativen“ bei der Stadt Attendorn.

So wurde im Jahr 2002 neben zahlreichen Neuanpflanzungen und Pflegemaßnahmen die gesamte Betonkonstruktion einer intensiven Reinigung unterzogen. Die wohl kostenintensivste Maßnahme war die Abdeckung der Mauerkrone mit Naturschiefer. Neue Bänke und Abfallbehälter sowie 2 neue Fahnenstangen rundeten das Bild einer gelungenen Sanierung ab.

Bis heute wird die Gedenkstätte regelmäßig auf unseren Schützenfesten und am Volkstrauertag zum Gedenken unserer Toten beider Weltkriege aufgesucht. Hierüber hinaus ist sie Ziel von Wanderern und sonntäglichen Spaziergängern.